klaus-koehler.com Rechtsanwalt Vereins- und Verbandsrecht, Genossenschaftsrecht, Bankrecht, Finanzdienstleister
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Geschäftsführung des Vereins/des Verbandes

Geschäftsführendes Organ ist mangels abweichender Satzungsbestimmung der durch die Mitgliederversammlung bestellte Vorstand. Das BGB geht insoweit von dem Leitbild eines „Amateurvereins“ aus.

Es gilt der Grundsatz der Gesamtgeschäftsführung, d.h. alle Vorstandsmitglieder müssen bei allen Maßnahmen der Geschäftsführung zusammenwirken, wenn nicht aus Gründen der Praktikabilität eine Ressortaufteilung erfolgt. Um diese rechtsverbindlich und haftungsrelevant abzusichern, genügt nicht eine bloße Abrede der Vorstandsmitglieder untereinander. Die Ressortaufteilung erfordert eine satzungsmäßige Grundlage oder (mit Satzungsermächtigung) eine Geschäftsordnung, die bestimmte Aufgabengebiete bestimmten Vorstandsmitgliedern bzw. bestimmten Vorstandsämtern zuweist.

Trotz Ressortaufteilung bleibt es bei der durchaus haftungsrelevanten Überwachungspflicht der übrigen Vorstandsmitglieder.

Die Geschäftsführung durch den Vorstand ist von der reinen Anzahl her der Normalfall bei den in Deutschland niedergelassenen Vereinen und Verbänden. Dies gilt jedoch nicht bei Vereinen und Verbänden, die professionell als Interessenvertretung ihrer Mitglieder arbeiten. Angesichts der Fülle und Komplexität der Aufgaben ist es hier üblich –jeweils ohne Organstellung- entweder Geschäftsführer nach Arbeitsrecht anzustellen oder die Verbandsarbeit ganz oder teilweise auf einen Anwalt, Steuerberater oder anderen qualifizierten Freiberufler auszulagern, der einer beruflichen Schweigepflicht unterliegt. Dieser „externe Geschäftsführer“ wird bei sorgfältiger Auswahl den Vorstand von Haftung frei halten, die laufenden Geschäfte des Vereins führen, zusammen mit dem Vorstand die Außenvertretung wahrnehmen, Fragen der Mitglieder beantworten, Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen vorbereiten, im Ablauf organisieren und Ergebnisse protokollieren und umsetzen. Die Überwachung der Buch-und Kassenführung ist ebenfalls eine wichtige Aufgabe.

Ich biete Mandanten, in Zusammenarbeit mit einem erstklassigen Steuerberater, eine externe Vereins-/Verbandsgeschäftsführung an. Die Ersparnis für das Budget meines Mandanten ist erheblich und gibt dem Klienten zusätzlichen finanziellen Spielraum zur Erreichung der eigentlichen Verbandszwecke. Dem Grundsatz der Unmittelbarkeit (gemeinnützige Vereine) wird Rechnung getragen.

 

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© Rechtsanwalt Klaus J. Koehler, Letzte Aktualisierung 02.11.2015