klaus-koehler.com Rechtsanwalt Vereins- und Verbandsrecht, Genossenschaftsrecht, Bankrecht, Finanzdienstleister
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Vorstand und Wahlen

Die Bestellung erfolgt durch die Mitgliederversammlung mit der Möglichkeit jederzeitigen Widerrufs, falls die Satzung nicht auf Fälle beschränkt, die in die Kategorie (hierzu umfangreiche Rechtsprechung) „wichtiger Grund“ fallen.

Der Vorstand ist gesetzlicher Vertreter des Vereins/des Verbandes. Im Innenverhältnis (vgl. dazu Stichwort „Geschäftsführung“) fasst er Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Sein Pflichtenkatalog ergibt sich aus der entsprechenden Anwendung der Regeln des Auftragsrechts, wobei die Vorstandshaftung bei einem klassischen „Amateurverein“ mit ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitgliedern bzw. mit Jahresbezügen bis zu € 720,- auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt ist (Neuregelung des § 31a BGB durch das Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes vom 21.03.2013).

Um das Thema „Haftung“, dessen Erörterung sicher nicht zu einem positiven Vereins/Verbandsklima beiträgt, von vornerein weitest möglich nicht aufkommen zu lassen, empfiehlt sich der Abschluss einer D&O-Versicherung. Die Ausgestaltung der Police und die steuerliche Behandlung der anfallenden Prämien sollten vorab mit einem fachkundigen Berater abgestimmt werden.

Für die Zusammensetzung des Gründungsvorstandes und spätere Neu- und Zuwahlen gilt der Grundsatz, nichts dem Zufall zu überlassen. Spontane Bewerbungen für ein Vorstandsamt sind sicher geeignet, Spannung in sonst eher farblose Mitgliederversammlungen zu bringen. Der späteren Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes sind sie –falls erfolgreich- nicht dienlich.

 

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© Rechtsanwalt Klaus J. Koehler, Letzte Aktualisierung 02.11.2015